Zum CSD am 23. 7. 2011 findet in Augsburg zum ersten Mal eine große Demonstration statt – von
11.30 bis 12.30 Uhr ab Rathausplatz – offen für alle!
Lasst uns unter dem CSD-Motto von 2011 “Gleich – und zwar berechtigt!” bunt und vielfältig demonstrieren.
Wir wollen mehr als nur „Toleranz“, „freundliches Wegsehen“ und Privatvergnügen.
Wir wollen gleiche Rechte
- beim Finanzamt,
- beim Standesamt,
- im Sportverein,
- in Schulen, Hochschulen, Bundeswehr,
und wo sonst ihr Gleichberechtigung vermisst!
Egal, ob ihr mit politischen Bannern kommt, nur mal in euerm Lieblingsoutfit durch die Stadt laufen wollt
oder einfach nur dabei sein wollt: Kommt einfach!
Treff Rathausplatz, 23. Juli, 11.15 Uhr!
ViSdP: CSD Augsburg e.V., Glückstraße 14 A, 86153 Augsburg
weitere Infos auf: www.csd-augsburg.de

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Unsägliche Debatte bei Antrag zu queerer Koordinierungsstelle
In den späten Abendstunden diskutierte das Plenum am Mittwoch den Antrag der Grünen Fraktion für eine landesweite Koordinierungsstelle, die sich für die Anerkennung und Gleichstellung von Menschen mit queeren Lebensweisen in Bayern sowie gegen Homophobie und Transphobie einsetzen sollte. Nach der Debatte wiederholte die gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen, Claudia Stamm, ihr Versprechen: „Ich reiche so lange Anträge im Landtag ein, bis Bayern in Sachen Gleichstellung kein Entwicklungsland mehr ist!”. Sie hatte ein umfangreiches Antragspaket zu queeren Lebensweisen in Bayern eingereicht als Resultat ihrer Regenbogentour und einer von den Grünen initiierten Anhörung im Landtag im Dezember 2010, die großen Handlungsbedarf für die Gleichstellung von Menschen mit queeren Lebensformen gezeigt hatte.
Die gestrige Debatte war von Seiten der CSU und Freien Wählern durch schwulen- und lesbenfeindliche Äußerungen gekennzeichnet. Der CSU-Abgeordnete Andreas Lorenz aus dem Stimmkreis München-Giesing sagte, es sei doch jedermanns und jederfraus Privatsache, mit wem er ins Bett gehe. Die vorhandenen Probleme, wie Diskriminierung und
Benachteiligung, wurden dabei eklatant verkannt. Der Abgeordnete der Freien Wähler, Bernhard Pohl, sprach von marginalen Problemen, für die man doch keine Koordinierungs-Stelle schaffen könne. Auch auf den Hinweis der vierfach höheren Selbstmordrate bei Homosexuellen hin blieb er bei seiner Meinung.
Nachdem der Beitrag des Freie Wähler-Abgeordneten Pohl durch diskriminierende Aussagen gekennzeichnet war, hatten selbst einige FW-Kollegen entgegen der Absprache für den Grünen- Antrag gestimmt – da sie Handlungsbedarf anerkennen. Der Münchner Kollege Piazolo allerdings nicht.
Die gestrige Diskussion habe laut Stamm noch einmal verdeutlicht: „Hier muss sich strukturell etwas ändern, wir brauchen eine landesweite Koordinierungsstelle, die sich aktiv für die Anerkennung und Gleichstellung von Menschen mit queeren Lebensweisen in Bayern sowie gegen Homophobie und Transphobie einsetzt. Das besteht Nachholbedarf – das hat auch die Debatte im Landtag gezeigt.“
So könne zukünftig Diskriminierungen entgegengewirkt und die Gleichstellung von Lesben und Schwulen vorangetrieben werden. Es dürfe nicht länger sein, dass Schwule, Lesben und Transgender keine Ansprechpartnerin bzw. keinen Ansprechpartner bei der Staatsregierung hätten.
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