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Wieder mehrfach Pöbeleien und Übergriffe gegen schwule Männer in Münchner Parkanlagen

Das Münchner Schwulenzentrum Sub warnt vor unachtsamem Cruising in Parks. Unbe-kannte haben am Sendlinger Tor und Innsbrucker Ring zuletzt wieder Männer angegrif-fen. Das Sub rät: Vorsicht walten lassen, im Notfall die Polizei rufen!

München, 30. August 2011 – Animiert durch das schöne Sommerwetter streifen schwule Männer wieder vermehrt zum Flirten und Sex (Cruisen) durch die Münchner Parks. Was für viele einfach nur angenehm und anregend ist, wird für manche zum negativen Erlebnis. Gerade von den Cruising-Areas am Sendlinger Tor und am Innsbrucker Ring werden immer wieder gewaltsame Übergriffe gemeldet.

Dort gab es in letzter Zeit mehrfach Pöbeleien und Körperverletzungen gegen schwule Männer, die eindeu-tig aus Schwulenhass erfolgt sind. Im Park am Sendlinger Tor und den benachbarten Straßen kam es darüber hinaus vermehrt zu Raubüberfällen. Den angegriffenen Männern haben die Täter Geldbeutel und Handy entwendet.

Das Aktionsbündnis für Solidarität gegen Schwulen-, Lesben- und Transfeindlichkeit warnt: „Wir fordern schwule Männer auf, die Augen offen und verdächtige Personen im Auge zu behalten. Gegebenenfalls sollten sie die Polizei über die 110 verständigen und andere schwule Männer, falls anwesend, um Unterstüt-zung bitten“, sagt Christopher Knoll, Sprecher des Münchner Aktionsbündnisses.

Bedauerlicherweise gibt es aber auch immer wieder Konfrontationen mit der Polizei. Es ist nämlich verbo-ten, Spielplätze zu betreten, die ja häufig Bestandteil öffentlicher Parkanlagen sind. Die Polizei nimmt dies leider zum Anlass für nächtliche Kontrollen. Insbesondere drei Stellen sind hier kritisch: der Spielplatz auf der Theresienwiese und insbesondere die Spielplätze am Sendlinger Tor Park (wo nachts der gesamte Park als Spielplatz gewertet wird) sowie im Englischen Garten. Hier gab es in der Vergangenheit immer wieder Situationen, die die Polizei als Hausfriedensbruch gewertet hat – auch wenn das Areal nicht durch einen Zaun gesichert ist – so zum Beispiel am Sendlinger Tor.

Das Aktionsbündnis rät daher zu folgenden Verhaltensweisen:

  • Sei vorausschauend und umsichtig: Nicht jeder, der in einer Cruising-Area ist, will auch cruisen.
  • Wenn Du als Opfer oder Zeuge einen Übergriff erlebst, ruf bitte so schnell wie möglich unter der Not-rufnummer 110 die Polizei an. Die Täter sind in der Regel Mehrfachtäter, die Aufdeckungsquote ist re-lativ hoch – vorausgesetzt, eine Anzeige liegt vor.
  • Nimm keine Wertsachen mit – gut ist allerdings ein Ausweis, falls Du in eine Kontrolle gerätst.
  • Meide Kinderspielplätze!
  • Wenn Du angegriffen wirst, versuche eher zu fliehen als mit Gegenwehr zu antworten. Gehe nicht auf verbale Provokationen ein.

Wer etwas mitbekommt, melde sich bitte bei der Polizei und dem Anti-Gewalt-Projekt des Sub unter der Telefonnummer 089 / 260 250 70 oder der E-Mail-Adresse: agp@subonline.org.

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Am Sonntag, den 11. September findet der 11. Run for Life durch den Englischen Garten statt.

Das Laufevent zu Gunsten der Münchner Aids-Hilfe verbindet den Spaß am gemeinsamen Laufen mit der guten Sache. Ab 12 Uhr gibt es auf der Terrase des “Haus der Kunst” ein buntes Programm mit Musik, Infos, Snacks und Autogrammstunde unserer prominenten Laufbotschafter.

Gegen 13.15 Uhr fällt dann zunächst der Startschuss zum erstmalig ausgetragenen “Run for Kids”, an dem schon die Kleinsten über 400 oder 700 Meter teilnehmen können.
Ab 14 Uhr starten dann die LäuferInnen zu den klassischen 5,8 km und 10 km Strecken des run for life. Auch diesmal gibt es wieder attraktive Preise zu gewinnen – und zwar nicht für die schnelssten LäuferInnen sondern für das größte Team, jüngste und ältest Teilnehmer, und andere.

Eine Anmeldung ist online möglich unter: www.runforlife.de.

Aber auch unsere Sponsorpartner nehmen sie entgegen:
Regenbogenapotheke (Sonnenstr. 33), Buchladen Max&Milian (Ickstattstr. 2), Frauenbuchladen Lillemor´s (Barer Str. 71) und Morgenstern Ticket (Reschstr. 11b).  Das Startgeld beträgt pro Person 15,- Euro, zusätzliche Spenden sind natürlich herzlich willkommen.

(Es können sich auchVereine und Gruppen anmelden)

 

 

Run for Life 2011
Sonntag, 11. September ab 12 Uhr (Start 13.15/14 Uhr)
Haus der Kunst/Terrasse
Startgebühr 15 €

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Eklatante Ignoranz im Landtag

Unsägliche Debatte bei Antrag zu queerer Koordinierungsstelle

 

In den späten Abendstunden diskutierte das Plenum am Mittwoch den Antrag der Grünen Fraktion für eine landesweite Koordinierungsstelle, die sich für die Anerkennung und Gleichstellung von Menschen mit queeren Lebensweisen in Bayern sowie gegen Homophobie und Transphobie einsetzen sollte. Nach der Debatte wiederholte die gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen, Claudia Stamm, ihr Versprechen: „Ich reiche so lange Anträge im Landtag ein, bis Bayern in Sachen Gleichstellung kein Entwicklungsland mehr ist!”. Sie hatte ein umfangreiches Antragspaket zu queeren Lebensweisen in Bayern eingereicht als Resultat ihrer Regenbogentour und einer von den Grünen initiierten Anhörung im Landtag im Dezember 2010, die großen Handlungsbedarf für die Gleichstellung von Menschen mit queeren Lebensformen gezeigt hatte.

Die gestrige Debatte war von Seiten der CSU und Freien Wählern durch schwulen- und lesbenfeindliche Äußerungen gekennzeichnet. Der CSU-Abgeordnete Andreas Lorenz aus dem Stimmkreis München-Giesing sagte, es sei doch jedermanns und jederfraus Privatsache, mit wem er ins Bett gehe. Die vorhandenen Probleme, wie Diskriminierung und
Benachteiligung, wurden dabei eklatant verkannt. Der Abgeordnete der Freien Wähler, Bernhard Pohl, sprach von marginalen Problemen, für die man doch keine Koordinierungs-Stelle schaffen könne. Auch auf den Hinweis der vierfach höheren Selbstmordrate bei Homosexuellen hin blieb er bei seiner Meinung.

Nachdem der Beitrag des Freie Wähler-Abgeordneten Pohl durch diskriminierende Aussagen gekennzeichnet war, hatten selbst einige FW-Kollegen entgegen der Absprache für den Grünen- Antrag gestimmt – da sie Handlungsbedarf anerkennen. Der Münchner Kollege Piazolo allerdings nicht.

Die gestrige Diskussion habe laut Stamm noch einmal verdeutlicht: „Hier muss sich strukturell etwas ändern, wir brauchen eine landesweite Koordinierungsstelle, die sich aktiv für die Anerkennung und Gleichstellung von Menschen mit queeren Lebensweisen in Bayern sowie gegen Homophobie und Transphobie einsetzt. Das besteht Nachholbedarf – das hat auch die Debatte im Landtag gezeigt.“

So könne zukünftig Diskriminierungen entgegengewirkt und die Gleichstellung von Lesben und Schwulen vorangetrieben werden. Es dürfe nicht länger sein, dass Schwule, Lesben und Transgender keine Ansprechpartnerin bzw. keinen Ansprechpartner bei der Staatsregierung hätten.

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Zum CSD am 23. 7. 2011 findet in Augsburg zum ersten Mal eine große Demonstration statt – von
11.30 bis 12.30 Uhr ab Rathausplatz – offen für alle!

Lasst uns unter dem CSD-Motto von 2011  “Gleich – und zwar berechtigt!” bunt und vielfältig demonstrieren.

Wir wollen mehr als nur „Toleranz“, „freundliches Wegsehen“ und Privatvergnügen.

Wir wollen gleiche Rechte

  •  beim Finanzamt,
  •  beim Standesamt,
  •  im Sportverein,
  •  in Schulen, Hochschulen, Bundeswehr,

und wo sonst ihr Gleichberechtigung vermisst!

Egal, ob ihr mit politischen Bannern kommt, nur mal in euerm Lieblingsoutfit durch die Stadt laufen wollt
oder einfach nur dabei sein wollt: Kommt einfach!
Treff Rathausplatz, 23. Juli, 11.15 Uhr!

ViSdP: CSD Augsburg e.V., Glückstraße 14 A, 86153 Augsburg

weitere Infos auf: www.csd-augsburg.de  

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